Aktuelles
DM 2025 beim DBYC Berlin
Die International Kanus die Taifune und die Taifune Jugend haben sich dieses Jahr in Berlin getroffen zur deutschen Meisterschaft der Kanusegler. Ausnahmsweise wurde die deutsche Meisterschaft bereits über Himmelfahrt durchgeführt und nicht wie sonst in den Sommerferien. Die Beteiligung war ausgesprochen zahlreich, bei den IC immerhin 13 Boote bei den Taifun 18 und die Taifune Jugend war immerhin mit zwei Booten vertreten. Wir waren zu Gast beim deutsch-britischen Yachtclub direkt gegenüber dem Wannsee. Wir hatten also ein Revier mit reichlich sonstigem Schiffsverkehr, vielen anderen Segelbooten und gefühlt ewig lange Lastschiffe der Binnenschifffahrt.
Die Öffnung war bereits am Mittwoch und am Donnerstag waren dann die ersten Wettkämpfe auf dem Wasser. Gewöhnen musste man sich an drehende Winde, obwohl die ortsansässigen Spezialisten uns mitteilten, dass diese Windrichtung überwiegend Westwind noch der Wind sei, der am konstantesten zu segeln sei. Trotz dieser Besonderheit haben wir es geschafft, drei Wettfahrten an diesem Tag zu segeln. Der Wind an diesem Tag war mit um die vier Windstärken gut beherrschbar und trotz einzelner Wolkenfelder haben alle genug Sonne auf dem Wasser genießen können. Am zweiten Segeltag waren uns vier Wettfahrten angesagt, gestartet haben wir mit ca. drei Windstärken, die sich im Verlauf des Tages auf bis zu fünf Windstärken gesteigert haben. Bei so wechselnden Winden war das Verlegen des Kurses eine wahre Herausforderung, sodass die Wettfahrtleitung häufiger nachbessern musste. Die Wettfahrtleitung bestand aus dem Regattaobmann des Vereins und vielen aus ganz Deutschland mit angereisten Helfern und einigen Unterstützung aus dem eigenen Verein. Ihnen allen sei herzlichen Dank für Ihre eingesetzte Freizeit.
Zu den seglerischen Ergebnissen: bei der Taifune Jugend führte Johann aus Neuruppin zusammen mit Maja aus Hildesheim vor Friederike und Emma aus Preetz.
Bei den Taifunen war das Feld erstaunlich eng beieinander, sodass es möglich war, durch kleinste Fehler oder Tricks auf der Zielkreuz drei Plätze nach vorn oder hinten zu segeln, es galt also mit höchster Konzentration alle Wettfahrten durchzustehen. Erster ist Niklas Steinmann geworden, zweiter Martin Droll und dritter Claudius Junge.
Bei den International Canoes musste in der Regel eine Runde mehr gesegelt werden damit sie ungefähr zeitgleich mit den Taifunen ins Ziel kam, was erstaunlich gut hingekommen ist und manchmal zu sehr spannenden engen Zielsituation geführt hat. Erster wurde mit nur einem zweiten Lauf, der gestrichen werden konnte, Ole Junge, zweiter Axel Bierwagen und dritter Simon Beers.
Einen dritten Wettfahrttag hatten wir zwar geplant, mussten wir allerdings auf Grund des mangelnden Windes nach einigen Stunden Wartezeit dann komplett absagen, sodass wir noch einen wunderschönen Sommertag am See hatten. Besonders erwähnen darf ich noch die besonders gute Verpflegung. Hier vielen Dank an die Bewirtung durch die Gastronomie des deutsch-britischen Yachtclubs, danke auch an den amerikanischen Yachtclub International Berlin, der uns zu einem Grillabend eingeladen hat und zu dem wir mit einem Kutter hinüberfahren durften am zweiten Tag. Und auch vielen Dank noch mal an den deutsch-britischen Yachtclub, der uns mit einer Kutterfahrt am letzten Tag (zumindest für die, die gerade nicht ihr Boot einpacken mussten) die Gelegenheit gegeben hat um das Seengebiet um den Wannsee bis nach Potsdam kennen zu lernen, inklusive der dort zahlreich vorhandenen Schlösser, Schlossruinen und Agentenbrücken.
Eine Besonderheit dieser deutschen Meisterschaft war, dass wir mehrere Jugend-Steuerpersonen hatten, die uns mit Klavierspiel erfreuten: Friederike am Abend nach dem Grillabend auf dem Flügel des Vereins die ca. eine halbe Stunde und mit wunderschönem Klavierspiel einen ruhigen Abendausklang geschenkt hat, und Johann, der am nächsten Tag ebenfalls seine Klavierkünste verlauten ließ. Ob wir diese Tradition im nächsten Jahr in Markkleeberg, dort wo die nächste deutsche Meisterschaft stattfinden soll, fortsetzen können ist noch offen. Auch ob der DKV uns dort eine eigene Konzerthalle zur Verfügung stellen mag, in seinem Camping Lager für mehrere 1000 DKV Kanuten… Wir werden sehen, was die Zukunft so bringt.
Insgesamt waren es einige sehr eindrucksvolle und erlebnisreiche Tage, vielen Dank gilt natürlich Niklas und Roger für die viele Organisation.
Bericht von Claudius Junge
Veröffentlicht am: 2025-06-01 00:00:00
Trainingslager der IC- und Taifun-Segler des DKV in Mardorf 1. bis 4. Mai 2025
Vom Donnerstag, 1. Mai bis Sonntag, 4. Mai 2025 fand am Landesstützpunkt Niedersachsen für Kanusegeln in Mardorf am Steinhuder Meer unser diesjähriges Trainingslager der IC- und Taifun-Segler statt. Eingeladen hatten Birgit Altvater Ressortleiterin des LKV Niedersachsen und Emma Grigull, Ressortleiterin Kanusegeln im Deutschen Kanu-Verband (DKV) – die beiden haben nicht nur geplant, organisiert und koordiniert, sondern uns allen ein rundum gelungenes langes Wochenende ermöglicht.
Mit dabei waren 27 Teilnehmende, darunter neun ICs und sechs Taifune. Besonders schön: Drei jugendliche Segler*innen waren ebenfalls mit von der Partie – ein sehr ermutigendes Zeichen dafür, dass in unserer Disziplin wieder Nachwuchs in Sicht ist! Auch in der IC-Gruppe konnten wir zwei neue Gesichter begrüßen. Wer schon einmal bei uns war, weiß: Wer dabei ist, ist willkommen – und so wurden die beiden Neuzugänge mit ihren ICs schnell in die Gemeinschaft eingeführt. (Neu dabei Timo und Tjorben und als Newcomer Robert, Helena und Maja)
Training auf dem Wasser
Sportlich gesehen war das Trainingslager eine echte Achterbahnfahrt – mit viel Geduld und schönen Highlights. Der Wind spielte nicht immer mit, aber genau das machte die Stunden auf dem Wasser auch besonders wertvoll.
Los ging es am Donnerstagnachmittag mit einer ersten lockeren Einheit bei leichten 5 bis 7 Knoten. Eine ideale Gelegenheit, um nach dem Winterschlaf wieder ins Boot zu finden. Es wurde eine einfache Tonne ausgelegt, was zum Einsegeln, Trimmen und zum Auffrischen der Vorfahrtsregeln als Orientierungspunkt genutzt wurde. Gerade nach der langen Pause war das eine perfekte Einstimmung auf das Wochenende.
Der Freitag war sonnig und warm – leider wieder mit schwachem Wind. Doch das hielt uns nicht vom Training ab: Auf einem Up-and-down-Kurs wurde exzessives Manövertraining geübt. Auf jeden Pfiff von Thilo und Frank, die uns mit dem Motorboot begleiteten, musste eine Wende gefahren werden. Schnell, präzise, sauber – das war das Ziel. Roger brachte es mit einem Lachen auf den Punkt: „So viele Wenden habe ich die ganze letzte Saison nicht gemacht.“
Am Samstag mussten wir uns erneut in Geduld üben. Erst am frühen Abend, gegen 17:30 Uhr, frischte der Wind endlich auf. Bei schönen 12 bis 15 Knoten wurden drei intensive Trainingsregatten gesegelt – auf einem olympischen Dreieckskurs mit je drei Runden und verkürztem Start. Nun ging es endlich zur Sache: mit richtig Druck im Segel, Positionskämpfen und ersten Einschätzungen, wo man sich im Feld einordnen kann. Es wurde fair, fokussiert und mit viel Einsatz gesegelt.
Am Sonntag war der Wind endlich beständig und genau richtig. Allerdings machten sich einige der Teilnehmenden wegen weiter Anreisen schon frühzeitig auf den Heimweg. Fünf Boote nutzten die Gelegenheit dennoch, um noch einmal richtig aufs Gas zu gehen. Ziel: über den See fetzen, Geschwindigkeit fühlen, genießen. Ein sportlicher Abschluss mit viel Spielfreude und breitem Grinsen auf dem Wasser.
Ein großer Dank geht an Frank Altvater, der mit viel Einsatz nicht nur die Kurse ausgelegt, sondern auch die gesamte Wassereinheit mit dem Motorboot abgesichert hat. Die Firma FSA aus Mardorf stellte uns dafür freundlicherweise das Boot zur Verfügung – auch dafür ein herzliches Dankeschön!
Fachlicher Austausch
Neben der Praxis auf dem Wasser kam auch der fachliche Input nicht zu kurz. Claudius Junge nahm sich am Freitagabend Zeit, um uns in einem kurzweiligen Vortrag die neuesten Regeländerungen in den Wettfahrtbestimmungen (WB) näherzubringen. Mit viel Klarheit und einem Schuss Humor hat er die wichtigsten Änderungen erklärt und uns praktische Beispiele mitgegeben, die direkt in den Trainingsalltag übertragbar sind. Die anschließende Diskussion zeigte deutlich: Die Gruppe war voll dabei – mit Interesse, Fachkenntnis und echtem Austausch.
Gemeinschaft an Land
Was wäre so ein Wochenende ohne das Miteinander an Land? Auch hier haben viele dazu beigetragen, dass wir uns rundum wohlfühlen konnten. Birgit hat sich tatkräftig um die gesamte Verpflegung der Gruppe gekümmert, organisiert, eingekauft und mitgedacht. Das verdient ein ganz großes Dankeschön!
Am Freitagabend haben Emma und ich gemeinsam für die Gruppe eine große Portion Bolognese gekocht – das kam gut an, wie die leeren Töpfe am Ende bewiesen. Am Samstag, wie auch schon am Donnerstag wurde gegrillt: Andreas, Freddy, Niklas und Arne haben sich am Grill abgewechselt, dazu gab es unter anderem einen leckeren Kartoffelsalat von Birgit – ein echter Klassiker, der nicht fehlen durfte.
Und auch Besuch gab es: Martin Volpers, Vizepräsident des LKVN, kam vorbei, ließ es sich nicht nehmen, uns persönlich kennenzulernen – und packte am Rande des Wochenendes sogar noch mit an: Gemeinsam mit Emma und mir absolvierte er einen kleinen Arbeitseinsatz in Mardorf. Die Gruppe nahm ihn mit offenen Armen auf, und der gemeinsame Abend war geprägt von guter Laune, vielen Gesprächen und echtem Zusammenhalt.
Fazit
Was bleibt, ist ein Gefühl von Dankbarkeit – für ein Wochenende voller Bewegung, Begegnung und Begeisterung. Das Trainingslager in Mardorf hat einmal mehr gezeigt, wie lebendig, vielfältig und engagiert unsere Kanusegel-Community ist. Sportlich fordernd, fachlich bereichernd und menschlich inspirierend – besser hätten wir’s kaum machen können.
Ein herzliches Dankeschön an alle, die dieses Wochenende möglich gemacht haben – auf dem Wasser, an Land, im Hintergrund und mittendrin.
Ein besonderer Dank gilt Steffi, Maja und Till, die – nach unserem gemeinsamen Verlust von Jan – ebenfalls mit dabei waren. Ihre Anwesenheit hat uns alle bewegt und gezeigt, wie stark unsere Gemeinschaft auch in schweren Zeiten zusammensteht. Zu Ehren von Jan haben wir eine stille Gedenkminute abgehalten – ein Moment der Verbundenheit und des Erinnerns, der tief unter die Haut ging.
Wir freuen uns auf das nächste Mal – mit all dem, was uns verbindet.
Christian Wulf Präsident des LKV Niedersachsen
Veröffentlicht am: 2025-05-06 00:00:00 von Christian Wulf